1999, 2001, 2003, 2005, 2014 – ein Rückblick

In diesen Jahren richtete der SK Altenkirchen gemeinsam mit der Verbandsgemeinde und der Stadt Altenkirchen eine Deutsche Schachmeisterschaft aus.

Der langjährige Bürgermeister der Verbandsgemeinde und der Stadt Bürgermeister MdL Heijo Höfer

1999 richtete unser Verein zum ersten Mal die 71. Deutschen Schach-Einzelmeisterschaften aus. Mit dabei waren GM Arthur Yussopov, GM Dr. Robert Hübner, GM Christopher Lutz, GM Jörg Hickl, GM Karsten Müller, Klaus Bischoff sowie weitere Groß- und Internationale Meister. ImTeilnehmerfeld befanden sich auch der jetzige Präsident des Deutschen Schachbundes Ullrich Krause und der ehemalige Präsident IM Herbert Bastian. Mit 7 aus 9 Punkten wurde Dr. Robert Hübner erstmals Deutscher Meister.

Roman Slobodjan gegen Dr. Robert Hübner (2001)

2001 war es wieder soweit. Der SK Altenkirchen unter seinem engagierten Bürgermeister Heijo Höfer richteten ihre 2. Meisterschaft aus. GM Dr. Robert Hübner versuchte seinen Triumph von 199 zu wiederholen, musste sich aber hinter den jungen Spielern Christopher Lutz und Florian Handke mit Platz 3 zufrieden gegeben. Trotzdem äußerte er zum Abschlußbankett, dass er Altenkirchen in guter Erinnerung halten werde. Mit dabei waren ebenfalls Arkadij Naiditsch , David Baramidze und Arik Braun.

 

 

Helmut Böhmker, Vorsitzender des SK Altenkirchen mit Antje Fuchs und Annika Fried

 

 

Auch die Frauen sollten ihre Deutsche Meisterschaft in Altenkirchen austragen können. Unter ihrem verstorbenen Vorsitzenden Helmut Böhmker erhielt die Stadt 2003 vom Deutschen Schachbund diesen Auftrag.

Annemarie Meier, Stuttgarter SF, wurde mit deutlichem Vorsprung von 8/9 Punkten Deutsche Meisterin 2003, vor Claudia Eckhardt vom USV Halle und Susan Großmann aus Magdeburg.

 

 

 

2005 waren wieder die Männer am Zug.

_______________________________________________________________________

Die Chesstigers berichteten 2005:

Jussupow: Der Schach-Professor wird Deutscher Meister
GM Artur Jussupow gewinnt die EM in Altenkirchen vor Gustafsson und Graf

26.02.2005Offensichtlich hat GM Artur Jussupow die kreative Pause mit dem Verzicht auf die laufende Bundesliga-Saison gut genutzt. Davon hat nicht nur seine Tätigkeit als Schach-Analyst und Kommentator beim  FIDE-WM-Match zwischen Kramnik und Leko in Brissago profitiert, sondern eindrucksvoll auch seine wiederentdeckte Stärke am Brett. Mit 7.0 Punkten aus 9 Partien beendete er die Deutschen Einzelmeisterschaften in Altenkirchen als Sieger vor Jan Gustafsson (Hamburger SK) und dem Favoriten Alexander Graf (Porz), der zwei Niederlagen hinnehmen musste.[19:58 Uhr]

Am Ende war Artur Jussupow eher glücklich gestimmt, waren doch seine bisherigen Auftritte in Altenkirchen eher ein Beweis für ein positives sauerländisches Pflaster mit eher mässigen Spielleistungen. So kommentierte er seine Turnier-Leistung: „Die Eröffnung lief gut für mich. Doch Jakov Meister hat gut gespielt und sich sehr gut verteidigt. Im Verlauf der Partie droht mir die Kontrolle über die Partie zu entgleiten. Nach 27. Td8 entstand eine schwierige Situation und ich bekam ein Remis geboten. Die Dame auf h6 und dem Turm auf g3 drohten sich zu verlaufen. Mit h4 habe ich dann die richtige Idee gefunden. Meine Figuren waren plötzlich wieder koordiniert . So habe ich mit Glück die Kontrolle und den Gewinnweg wiedergefunden. Ich hatte viel Glück im Turnier. Ich habe hier schon dreimal in Altenkirchen gespielt und dreimal einen positiven Eindruck gehabt. Und das auch wenn ich schlecht spielte…“

Der spätere Vize-Meister Jan Gustafsson kommentierte sein Remis in der vorletzten Runde gegen den jungen David Baramidze, Mannschaftskollege von Arkadij Naiditsch beim SV Brackel (Dortmund) so: „David Baramidze ist schwer zu schlagen. Wenn etwas geht, dann in der Eröffnung. Doch das ist schiefgegangen. Doch in der Katalanischen Eröffnung geht da gar nichts. Ich habe die 17. Ld5 Variante heute Nacht erst sehr spät bei meiner Vorbereitung zu schätzen gelernt.“

___________________________________________________________________________

Nach einer längeren Pause setzten die Altenkirchener 2014 ihre Tradition in der Ausrichtung Deutscher Meisterschaften fort. Erstmalig fanden die Deutschen Schnellschach- und Blitzmeisterschaften einem Ort statt. Einmalig war es auch, dass die Frauen und Männer parallel ihre Meisterschaften austrugen. Eine weitere Besonderheit ließen sich die Altenkirchener einfallen. Schach muss an die Öffentlichkeit. Geblitzt wurde in der Kreissparkasse Altenkirchen. Schnellschach im Ausstellungsraum eines Autohauses, was einiger Improvisationskünste bedurfte. Schnellschachmeisterin wurde Zoya Schleining, bei den den Herren siegte Martin Krämer. Im Blitzen hatten Marta Michna und Robert Rabiega die Nase vorn.

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.